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Innovationen für grüne Textilien gesucht

Sei es beim Färben und Imprägnieren von Kleidung oder bei der Faserherstellung: Noch immer werden in der Textilindustrie fossile Rohstoffe und Chemikalien eingesetzt, die Mensch und Umwelt gleichermaßen belasten. Mit Blick auf Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz drängen jedoch nachhaltige Lösungen auf den Markt. Produkte aus recycelten Polyesterfasern, Reststoffen aus der Lebensmittelindustrie, Hightech-Fasern aus biotechnologisch hergestellter Spinnenseide oder Farbstoffe aus Algen sind nur einige innovative Beispiele. Das Internationale Kompetenzzentrum Nachhaltige Chemie (ISC3) will den Wandel in der Textilindustrie vorantreiben. Bei der mittlerweile fünften Innovation Challenge 2024 werden deshalb Start-ups und Innovatoren aus aller Welt gesucht, die Lösungen im Bereich der nachhaltigen Chemie für Textilien anbieten.

Nachhaltige Lösungen für den Textilsektor fördern
„Nachhaltige Chemie spielt eine entscheidende Rolle bei der Transformation der Textilindustrie im Hinblick auf die Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Aus diesem Grund wollen wir im Rahmen der diesjährigen ISC3 Innovation Challenge Start-ups der nachhaltigen Chemie und ihre originellen Lösungen für den Textilsektor ansprechen, auszeichnen und fördern“, sagt Alexis Bazzanella, Direktor des ISC3 Innovation Hub.

Umweltfreundliche Verfahren und Materialien
Der Wettbewerb konzentriert sich auf die folgenden Themen: Mit Blick auf eine umweltverträgliche Produktion sind Ideen gefragt, die mit neuen enzymatischen Verfahren schädliche Chemikalien in der Textil- und Lederherstellung ersetzen, alternative Faserrohstoffe wie landwirtschaftliche Abfälle und recycelte Textilabfälle nutzen oder neue Materialien als Ersatz für synthetische Stoffe oder Leder anbieten. Themen wie Abfallvermeidung und -minimierung sowie Recycling sind ebenso gewünscht wie alternative Geschäftsmodelle, die textile Lieferketten verbessern, Arbeitsplätze sichern oder Chemie-Leasing-Konzepte für Textilchemikalien adressieren.

Bewerbungen bis 1. März 2024 einreichen

Die Bewerbungsrunde hat am 1. November begonnen und wird in zwei Phasen organisiert: Die erste Phase umfasst eine Online-Vorlage, in der eine kurze Beschreibung der Innovation, ihrer Geschäftsaussichten und des Innovationsteams erforderlich ist. Sie endet am 1. März 2024. Förderfähige Beiträge werden dann zur zweiten Runde eingeladen, in der detailliertere Informationen eingereicht werden müssen. Die Bewerbungsfrist für die zweite Runde endet am 30. April 2024.

Fünf Finalisten pitchen
Eine internationale Jury wählt bis Ende Juni 2024 fünf Finalisten aus, die eine maßgeschneiderte Unterstützung für die kommende Innovation Challenge erhalten. Sie werden im Rahmen des ISC3 Investor Forums im Herbst oder Winter 2024 um den Innovation Award pitchen.

Die ISC3 Innovation Challenge ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Der Gewinner erhält 15.000 Euro. Zusätzlich werden zwei weitere Kategorien „Best Social Impact" und „Best Regional Impact" beziehungsweise „Special Impact" mit Preisgeldern von jeweils 5.000 Euro ausgezeichnet.

ISC3 – Innovation Challenge 2024

Weitere Informationen zur Challenge sowie zur Anmeldung gibt es auf der Internetseite des ISC3. Hier geht es zur ISC3-Webseite

Quelle: Bioökonomie.de