Unternehmensrelevante Themen in von der Leyens Rede zur Lage der Union
In ihrer jährlichen Rede zur Lage der Union (auf Englisch „State of the Union“) legt die Kommissionspräsidentin Prioritäten für das kommende Jahr fest. Am 16. September hat Ursula von der Leyen die diesjährige Rede in Straßburg gehalten. Obwohl die EU und ihre Mitgliedstaaten derzeit stark mit geopolitischen Themen beschäftigt sind, hat von der Leyen einige für Unternehmen relevante Themen angesprochen.
Als konkrete neue Leitinitiativen für das kommende Jahr, welche die Belastungen von Unternehmen in Europa reduzieren sollen, wurden zum einen die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und zum anderen ein Pact gegen das sogenannte „Goldplating“, angekündigt. Der Ausdruck „Goldplating“ steht für Fälle, in denen Mitgliedstaaten in der Übertragung von EU-Richtlinien ins nationale Gesetz mehr regulieren als die Richtlinie eigentlich vorsieht.
Im Bereich Unternehmensfinanzierung sieht von der Leyen eine positive Entwicklung und verwies darauf, dass europäische Deep-Tech-Startups auf dem Weg sind, im Jahr 2026 Risikokapitalinvestitionen in Rekordhöhe anzulocken. Ebenfalls hat sie erwähnt, dass im Rahmen des neuen Scaleup Europe Fund die ersten Investitionen getätigt worden sind, und zwar in das finnische Unternehmen ICEYE, das ursprünglich aus einer Erasmus-Freundschaft entstanden ist und danach auf seinem Weg an die internationale Spitze auch EU-Förderung genutzt hat.
Um Unabhängigkeiten im Energiebereich und Kosten für importierte fossile Brennstoffe zu senken, wurde das Ziel angekündigt, Europa zu elektrifizieren und den Anteil der Elektrizität bis 2040 zu verdoppeln.
Interessant für Unternehmen sind auch die Entwicklungen rund um den Rechtsakt für hochwertige Arbeitsplätze, der vor dem Hintergrund der KI-Transformation sicherstellen soll, dass künstliche Intelligenz Menschen beim Erwerb von Qualifikationen unterstützt, die Qualität der Arbeitsplätze verbessert und Arbeitskräften eine faire Chance lässt.
Die unternehmensrelevanten Initiativen werden wir weiterhin für Sie im Blick behalten und über diese auf dieser Website berichten.
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